Diese chemische Reinigung lohnt sich allerdings in den seltensten Fällen für günstige Teppiche aus Polypropylen-Garn. Hier ist das Problem, dass die Fasern sehr schnell brechen und platt gelaufen werden. Eine raue Querfläche, in die sich der Schmutz richtig festkrallen kann, ist die Folge.
Ein neuer Teppich-Trend, der sehr familien- und alltagstauglich ist, besteht aus einer Kombination von Polyamid-Garn und Mais-Fasern, bei der die Farbe im Garn eingeschlossen wird. Dass macht das Reinigen mit sehr kraftvollen und effektiven Mitteln möglich. Hier haben Flecken überhaupt keine Chance, selbst die Eingetrockneten können ohne Rückstände beseitigt werden. Die Reinigung ist kinderleicht, man braucht allerdings ein wenig Geduld. Eine Kundin fragte mich mal: „Herr Schmidt, kann man wirklich jede Art von Flecken aus diesem Teppich rauskriegen?“, ich nickte und musste schmunzeln „Ja, jeden. Außer Brandflecken!“
Du bist ein Naturfreund und lehnst die chemische Behandlung ab. Dann solltest du schon beim Kauf deines Teppichs auf Naturprodukte achten. Ein Klassiker ist ein Teppich aus Schurwolle. Zugegeben, die Anschaffung ist etwas kostspieliger, dafür ist die Qualität und Langlebigkeit sehr hoch. Natürlich muss man auch hier bei der Reinigung einiges beachten. Schurwolle hat von Natur aus einen selbstreinigenden Effekt. Du musst dir das wie bei Schafen vorstellen. Der Schmutz wird immer wieder an die Oberfläche getragen und ein lüften an der frischen Luft und Ausklopfen reicht, um Schmutz zu beseitigen. Nass oder gar chemisch sollte ein Teppich aus Schurwolle auf keinen Fall gereinigt werden.